Das Herzstück der katholischen Kirche liegt in den Sakramenten verborgen. Zentrum unseres Glaubens ist zwar Gott – und Gott allein. Aber er ist nicht «überall und nirgends» und entzieht sich all unseren Erfahrungen. Sondern in seiner Menschwerdung hat er beschlossen, Teil unserer irdischen Welt zu werden.

Das ist genau genommen ein unglaublicher Satz. Gott – der Schöpfer von Allem und Jedem – ist Teil unserer Welt? Ja, genau. Er begegnet uns in konkreten Handlungen, an bestimmten Orten, zu abgegrenzten Zeiten. Das gibt uns die Freiheit, Gott gezielt zu begegnen (der KIDSCAT nennt die Sakramente «Treffpunkte» mit Gott). Es gibt uns aber auch die Freiheit, IHM aus den Weg zu gehen. Sakramente ermöglichen Glaubensentscheidungen.

Und Sakramente sind Zeichen, die unseren Glauben konkret und erfahrbar machen. Sie drücken nicht nur aus, was wir glauben und empfinden. Sie verwirklichen das, was bis dahin nur Innerlichkeiten waren. Sakramente sind Verwirklichungen unseres Glaubens.

Und – nicht zuletzt – hat Gott sich frei dazu entschlossen, uns in den Sakramenten mit Seiner Gnade zu begegnen. In den Sakramenten verwandelt er uns; er schenkt uns die passgenaue Gnade, die er ein für alle mal im Kreuz für uns erschlossen hat. Sakramente sind nicht nur Zeichen. Wer ein Sakrament empfängt, wird verändert. Sakramente sind wirkmächtige Zeichen.

Aber sie keine Magie, keine Automaten, die auf Knopfdruck ausspucken, was in sie hingelegt wurde. Deshalb ist es wichtig, die Sakramente zu verstehen, die Wirkweise zu kennen und zu bejahen, die Fülle der beigefügten Zeichen zu begreifen – und sich selbst gut vorzubereiten auf diese Treffpunkte mit Gott.

Dazu wollen wir mit den Artikeln in dieser Rubrik beitragen. Getreu unserem Motto: Gut katholisch.

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        Last modified: 4. Juni 2020

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